Die Hebammenzentrale informiert

Die Hebammenzentrale Bielefeld-Gütersloh e. V. ist ein gemeinnütziger Verein und besteht aus über 80 freiberuflich arbeitenden Hebammen der gesamten Region. Sie existiert seit Dezember 1995 und hat ihren Sitz in Bielefeld.

Satzungszweck der Hebammenzentrale ist es, schwangere Frauen und junge Eltern zu beraten, sie bei der Suche nach einer Hebamme zu unterstützen und so weit wie möglich sicherzustellen, dass jede Frau, die eine Hebamme braucht, diese auch bekommt.

Was machen Hebammen?

Hebammen üben einen medizinischen Fachberuf aus. Sie sind nicht nur bei der Geburt im Krankenhaus, im Geburtshaus oder bei der Hausgeburt tätig, sondern auch in der Geburtsvorbereitung, Schwangerenvorsorge, Schwangeren- und Wochenbettbetreuung, Rückbildungsgymnastik, Stillunterstützung u. v. m. Sie sind in der nachgehenden Gesundheitsfürsorge tätig und gewährleisten zusammen mit Frauenärztinnen* und Kinderärztinnen eine engmaschige Betreuung von Mutter und Kind.

Alle Hebammenleistungen sind durch das Krankenkassengebührenrecht geregelt und werden von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Das heißt, dass jede Frau einen Anspruch auf Finanzierung der Hebammenhilfe durch ihre Krankenkasse hat, und jede Frau sollte die Möglichkeit haben, von einer Hebamme betreut zu werden. Für manche Privatkassen gelten Sonderregelungen.
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Warum brauchen Frauen Hebammen?

Hebammen sind Ansprechpartnerinnen für alle Fragen und Probleme rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit.

Nach der Geburt kommt die Hebamme regelmäßig ins Haus, untersucht Mutter und Neugeborenes (z. B. Nabel, Gebärmutter, Brust) und gibt Starthilfe für die jungen Familien in der neuen Lebenssituation.
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Warum brauchen Frauen die Hebammenzentrale?

Die Hebammenzentrale berät über alle Möglichkeiten der Hebammentätigkeit und bietet jeder Schwangeren die Gelegenheit, rechtzeitig den Kontakt zu einer Hebamme herzustellen, die in deren Nähe wohnt und sie auch schon während der Schwangerschaft begleiten kann.

Ein wichtiger Zweig der Beratungstätigkeit ist die sogenannte Akutversorgung: Frauen, die erst bei der Klinikentlassung erfahren, dass eine Hebamme sie zu Hause betreuen kann, rufen dann ganz kurzfristig an. Dank der Einsatzbereitschaft der Hebammen gelingt es fast immer, eine Betreuung innerhalb kürzester Frist bereitzustellen.
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Wer nutzt das Angebot der Hebammenzentrale?

Nicht nur hilfesuchende Schwangere und Wöchnerinnen wenden sich an die Hebammenzentrale, sondern auch Kinderärztinnen, Frauenärztinnen, Kliniken, Krankenkassen, Frauen mit Fragen zu gynäkologischen Problemen, die Presse, die Universität Bielefeld, und Privatpersonen, die in Fragen beraten werden wollen, die die Hebammenarbeit betreffen.

Oft fragen auch das Jugendamt und das Amt für soziale Dienste nach einer Hebamme, die die Wochenbettbetreuung bei Suchtproblematik, Obdachlosigkeit, Migrantinnen und anderen Frauen in schwierigen Lebenssituationen übernehmen kann. Die Hebammenzentrale macht es den Institutionen leichter, Kontakt zu Hebammen zu bekommen, die diese Frauen begleiten.
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Wie sieht die Arbeit der Hebammenzentrale aus?

Die Hälfte der eingehenden Anrufe bezieht sich auf die Wochenbettbetreuung, teilweise kombiniert mit der Frage nach Geburtsvorbereitung oder anderen Hebammenleistungen. Immer wieder erhalten wir aber auch Anrufe von Frauen, die bereits geboren haben und oft noch am Tag des Anrufes eine Hebamme benötigen. Die restlichen Anrufe beziehen sich auf alle möglichen Fragen, die mit dem Themenkreis „Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett“ zu tun haben.

Seit Juli 2000 unterhält die Hebammenzentrale zusätzlich eine Baby-Hotline. Das ist ein Mobiltelefon, das täglich (auch Sonn- und Feiertags) zwei Stunden lang freigeschaltet ist. Mehrere Hebammen wechseln sich in der Betreuung dieser Hotline ab. Frauen, die dort anrufen, haben die Möglichkeit, den Rat einer Hebamme zu Problemen mit ihrem Baby zu bekommen, hauptsächlich zu den Themen „Schlafen, Stillen, Schreien“.
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Wie finanziert sich die Hebammenzentrale?

Die Hebammenzentrale finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden – bezahlt werden müssen Mietkosten, Telefongebühren und eine minimale Aufwandsentschädigung für die Hebammen, die täglich zwei Stunden lang den telefonischen Beratungsdienst versehen.

Die Hebammenzentrale erwirtschaftet keinen Gewinn und hat keinerlei finanzielle Vorteile durch ihre Arbeit – daher ist sie als gemeinnütziger Verein anerkannt und berechtigt, Spenden zu erhalten und Spendenquittungen auszustellen.
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* Wegen der besseren Lesbarkeit verwenden wir bei der Nennung von (Berufs-)Gruppen die weibliche Bezeichnung, gemeint sind jeweils weibliche und männliche Vertreter.